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Reinigung von Fliesen: Das sollten Sie beachten

Fliesen sind besonders pflegeleicht

Keramische Fliesen sind als Wand- und Bodenbelag besonders pflegeleicht. Marktforschung, Materialprüfungen und praktische Erfahrungen zeigen, dass sich Reinigung und Pflege im Vergleich zu anderen Belagsmaterialien äußerst einfach und hygienisch gestalten. Darüber hinaus zeichnen sich keramische Bodenbeläge durch eine hohe Beständigkeit aus.

Die aktuellen Fliesenserien deutscher Markenhersteller verfügen häufig über innovativ veredelte Oberflächen, die für noch einfachere Pflege sorgen. Gleichzeitig erfüllen Fliesen höchste Ansprüche in puncto Design und Funktionalität – egal ob in privaten Wohnräumen oder in öffentlichen Gebäuden.

Hygienisch & umweltbewusst: Mit Fliesen zur guten Wohngesundheit

Reinigen Sie Ihre Fliesen bei geringer Verschmutzung einfach mit lauwarmem Wasser und bei Bedarf mit einem biologisch abbaubaren, umweltverträglichen Neutralreiniger. Diese simple Pflege sorgt nicht nur für hygienische Reinheit, sondern trägt auch zum Umweltschutz bei.

Ein weiteres Plus für das gesunde und komfortable Wohnen mit Fliesen: Keramische Oberflächen nehmen keine Gerüche an, dünsten keine Schadstoffe aus und bieten keinen Nährboden für Keime, Pilze oder Hausstaubmilben. Diese Aspekte gewinnen immer mehr an Bedeutung, z.B. für Allergiker oder Familien mit kleinen Kindern.

Reinigungsmittel bei Fliesen: weniger ist mehr

Bei der Reinigung von Fliesen benötigen Sie nur wenig Reinigungsmittel. Auch stärkere alltägliche Verschmutzungen wie Fettflecken oder Kalkflecken lösen sich in der Regel mit einem Neutralreiniger. Mehr und schärfere Reinigungsmittel führen nur selten schneller zum Ziel. Im Gegenteil: Zu starke bzw. falsche Reinigungsmittel können Oberflächenbelag und Ihrer Gesundheit schaden. Wie Sie spezielle hartnäckige Verunreinigungen bzw. Flecken problematischer Stoffe gezielt und möglichst schonend von Fliesen entfernen können, erfahren Sie in unserem „Fleck-Weg-Lexikon“.

Bitte beachten Sie im Zweifelsfall die Herstellerangaben oder wenden Sie sich an Ihren Fliesenfachbetrieb. Beim Einsatz spezieller Reinigungsmittel sollten Sie die Gebrauchsanweisung bzw. Gefahrenhinweise des jeweiligen Herstellers beachten. Verwenden Sie keinesfalls Reinigungsmittel, die Flusssäure oder deren Verbindungen (Fluoride) enthalten. Diese greifen keramische Oberflächen auch bei starker Verdünnung an.

Schmutz vermeiden – weniger putzen

Reduzieren Sie Ihren Reinigungsaufwand auf ein Minimum: Mit Abstreifrosten, Fußmatten und so genannten „Sauberlaufzonen“ in Eingangsbereichen schützen Sie Ihre Fliesen vor starker Verschmutzung. Und wenn doch einmal Schmutz in die Wohnräume getragen wird, können Sie diesen sofort mit einem feuchten Tuch entfernen.

Die drei Arten der Fliesenreinigung

Bei der Reinigung von Fliesen lassen sich drei Varianten unterscheiden: die Erstreinigung nach dem Verlegen – auch Bau- Endreinigung genannt –, die laufende Pflege oder auch Unterhaltsreinigung und die intensive Grundreinigung. Letztere sollte von Zeit zu Zeit oder im Falle einer außergewöhnlichen Verschmutzung erfolgen.

1. Unmittelbar nach der Verlegung

Die Erstreinigung erfolgt unmittelbar nach dem Verlegen und Verfugen des Belages. Sie dient der Entfernung von Bauschmutz sowie des Zementschleiers, der sich beim Verfugen auf der Fliesenoberfläche gebildet hat. Diese sollte möglichst zeitig erfolgen: Erhärtete Zementschleier, d.h. Reste von hydraulisch abbindenden Verlege- und Verfugmaterialien, können später nur durch saure Spezialreiniger entfernt werden. Beachten Sie hier die besondere Handhabung.

2. Laufende Pflege

Mit der Unterhaltsreinigung von Fliesen entfernen Sie alltägliche Verschmutzungen. Trockener Schmutz lässt sich im einfachsten Fall aufkehren oder -saugen. Bei eingetrocknetem oder starkem Schmutz ist feuchtes Wischen effektiver. Je nach Verschmutzungsgrad und Nutzungsbereich wählen Sie hier das Putzmittel aus. In der Regel genügt ein haushaltsübliches Reinigungsmittel wie ein Neutralreiniger. Je nach Art des Schmutzes kann aber auch ein alkalischer oder saurer Reiniger nötig sein. Auf pflegemittelhaltige Reinigungsprodukte sollten sie verzichten. Diese können auf Dauer sogar problematisch sein: Sie bauen eine klebrige Fett-, Wachs- oder Kunststoffschicht auf, die Optik, Hygiene, Trittsicherheit und Reinigungsfreundlichkeit keramischer Oberflächen negativ beeinflusst.

3. Grundreinigung von Fliesen

Bei der Grundreinigung handelt es sich um eine intensive Zwischenreinigung, die bei größerer Verschmutzung angezeigt ist. Wenn Sie eine Verschmutzung nicht durch die normale Reinigung lösen können, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Lassen Sie zunächst Ihren herkömmlichen Reiniger etwas länger einwirken und versuchen Sie, den Schmutz anschließend mit einer Bürste zu entfernen. Scheuerpulver kann ebenfalls hilfreich sein. Je nach Verschmutzungsart stehen Ihnen auch verschiedene Spezialreiniger zur Verfügung. Wischen Sie anschließend mit klarem Wasser nach.

So gehen Sie bei der Reinigung von Fliesen vor
  1. Wählen Sie ein geeignetes Reinigungsmittel.
  2. Lassen Sie dem Reinigungsmittel etwas Zeit, den Schmutz abzulösen.
  3. Unterstützen Sie den Reinigungsvorgang mechanisch z. B. mit Bürsten oder Microfaserbezügen für Wischgeräte. Benutzen Sie hingegen keine sogenannten Pads oder Bürsten mit Schleifkornzusatz. Diese zerstören die Oberfläche.
  4. Entfernen Sie den gelösten Schmutz gründlich durch Aufnehmen, Wegspülen oder
  5. Absaugen, bevor er antrocknet.

Die Oberfläche der Fliesen ist entscheidend

Fliesen aller Art zeichnen sich im Vergleich zu anderen Belagsmaterialien generell durch die einfache Reinigung aus. Grundsätzlich ist zwischen glasierten bzw. vergüteten Oberflächen einerseits und unglasierten Oberflächen andererseits zu unterscheiden. Glasierte keramische Fliesen sind von Haus aus „fleckbeständig“.

Unglasierte, oberflächenvergütete keramische Beläge

Unglasierte Beläge mit werksseitiger Oberflächenvergütung („keramische Versiegelung“) sind strapazierfähig, ausgesprochen schmutzunempfindlich und leicht zu reinigen. Derart vergütete Oberflächen müssen und dürfen grundsätzlich nicht imprägniert werden.

Für poliertes Feinsteinzeug empfehlen viele Hersteller, den trockenen und sauberen Belag direkt nach der Bauendreinigung zu imprägnieren. Diese Behandlung verbessert die ohnehin gegebene Pflegeleichtigkeit und Fleckbeständigkeit gegenüber Schmutz, Öl und gefärbten Flüssigkeiten.

Unglasierte, nicht oberflächenvergütete keramische Beläge

Unglasierte, nicht oberflächenvergütete Belagsmaterialien sollten Sie vorbeugend imprägnieren, wenn vorhersehbar ist, dass gefärbte Flüssigkeiten, Fette oder Öle auf den Belag einwirken können. Mitunter empfehlen Fliesenhersteller eine derartige Oberflächenimprägnierung direkt nach dem Verlegen (vor dem Verfugen).

Trittsichere keramische Beläge

Hersteller keramischer Fliesen und Platten bieten heute eine breite Palette trittsicherer glasierter und unglasierter Serien an. Diese Beläge sind „maßgeschneidert“ für den Einsatz in Nassbereichen in Schwimmbädern, Duschen, Saunen und Co. Zudem eignen sich trittsichere Fliesen für den Einsatz in Gewerbebetrieben sowie in öffentlichen Bereichen.

Je nach Anwendungsgebiet können Sie bei trittsicheren Fliesen zwischen mikrorauer oder polierter Oberfläche wählen. Trittsichere Oberflächen lassen sich am effektivsten mit Bürsten reinigen. Schleifmittelhaltige Bürsten oder Pads dürfen dabei keinesfalls zum Einsatz kommen, da sie die Trittsicherheit verringern. In Ausnahmefällen ist der Einsatz von Hochdruckreinigern oder Dampfstrahlern möglich. Reste von Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln vermindern die Rutschhemmung, weshalb Sie stets gründlich klar nachspülen sollten. Filmbildende Reinigungsmittel beeinflussen die Trittsicherheit ebenfalls negativ.

Fliesenreinigung leicht gemacht: Das Fleck-Weg-Lexikon

Viele Verunreinigungen können Sie einfach mit warmem Wasser entfernen. Reicht dies nicht aus, können Sie zu milden Reinigungsmitteln greifen. Bei der Entfernung von Pflanzenrückständen hat sich beispielsweise Essigreiniger bewährt. Neutralseifen bzw. alkalische Haushaltsreiniger eignen sich hervorragend zur Beseitigung von Fettflecken. Die mechanische Unterstützung durch Bürsten (siehe oben) erweist sich ebenfalls als hilfreich. Säurehaltige Mittel helfen bei Kalkflecken besonders gut. Hartnäckige Verunreinigungen bzw. Flecken, wie sie im gewerblichen und industriellen Bereich auftreten, lassen sich mit geeigneten Spezialreinigern entfernen. Welcher Fleck mit welchem Reiniger entfernt werden kann, entnehmen Sie dem „Fleck-Weg-Lexikon“ unter www.fliesenverband.de/wissen/fleck-weg-lexikon.

EINE INFORMATION VON
Bundesverband des Deutschen Fliesenfachhandels e. V. Fachverband fliesen und Naturstein im ZDB e. V. Industrieverband Keramische Fliesen und Platten e. V.

Haftungsausschluss

Sämtliche Hinweise zur Reinigung, Pflege und Fleckbehandlung keramischer Fliesen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand der Materialforschung. Sie sind jedoch allgemeiner Art und können nicht jeden Einzelfall berücksichtigen. Beachten Sie daher in jedem Fall genau die Angaben der Reinigungsmittelhersteller. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihren Fliesenfachhändler bzw. Fliesenverleger oder den Keramikhersteller. Die Haftung für diese Hinweise wird ausgeschlossen.

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